An der Fachmittelschule und dem Gymnasium Thun präsentierten Schülerinnen und Schüler ihre Abschlussarbeiten.
Text Tobias Lerch
Fotos zvg Noemi Kraus, Florin Affolter und Luc Marolf
Illustration Beitragsbild Elena Carinelli, 23gB
Die Präsentation der Abschlussarbeiten vor Publikum ist ein zentraler Bestandteil der Ausbildung an der FMS und am Gymnasium. Ein Rundgang zeigt: Nachhaltigkeit ist für viele Jugendliche ein Bedürfnis. Sie möchten sich einmischen und mitgestalten. Die Maturarbeit (Gymnasium) und die Selbständige Arbeit (FMS) bieten dafür eine ideale Gelegenheit.
Ein Kindergarten in Tansania
Von grossem sozialem Engagement zeugt das Projekt von Noemi Kraus (23fD). Die Fachmittelschülerin reiste nach Tansania, um einen Kindergarten zu renovieren, einzurichten und mit neuen Unterrichtsmaterialien und Spielsachen auszustatten. Auch ein neuer Spielplatz ist entstanden. Die Organisation «Simbas Footprints Foundation» stellte Kontakte her und half bei Abklärungen vor Ort. Auch bei der Budgetplanung war die NGO behilflich, sodass Noemi mit der Spendensammlung beginnen konnte. Mit Stolz und etwas Wehmut blickt die Fachmittelschülerin auf die lehrreiche Zeit in Tansania. Schon im Sommer 2023 kehrte sie zurück, um ein weiteres Projekt anzugehen.
Ameisen – aber welche?
Ganz genau hingeschaut hat Florin Affolter (23gB). Im Rahmen seiner Maturarbeit bestimmte er Waldameisenarten im Hubenwald bei Wichtrach und Oberdiessbach auf morphologischer und genetischer Ebene. Die empirische Studie, die Feld- und Laborarbeit voraussetzt, steht im Kontext des Waldameisenprojekts des Naturhistorischen Museums Bern. Nachgewiesen werden konnte, dass der untersuchte Perimeter ein sehr wertvolles Ameisengebiet ist. Zu wissen, dass er mit seiner Arbeit einen Forschungsbeitrag hat leisten können und Teil eines anerkannten Forschungsprojekts gewesen ist, empfindet Florin als besonders motivierend.
Qualitätsjournalismus für Jugendliche
Immer weniger Jugendliche lesen Zeitungen – und diejenigen, die es noch tun, sind immer weniger bereit, dafür Geld auszugeben. Haben die klassischen Print-Medien also ihre zukünftige Leserschaft schon verloren? Das muss nicht so sein, meint Luc Marolf (23gD). Am Beispiel von «Pfeffer», der Jugendseite des Thuner Tagblatts, zeigt der Schüler auf, wie er sich eine erfolgreiche Zeitung für Jugendliche vorstellt. Sein digitaler Ratgeber ist ein Plädoyer für ein «mediales Angebot auf Augenhöhe». Differenziert hat sich der junge Autor Gedanken über Authentizität, professionellen und sorgfältigen Journalismus, innovativen und überraschenden Präsentationsformen, die Nutzung von multimedialen Möglichkeiten und Finanzierungsmodelle oder Werbung gemacht.
Während des Grossanlasses sorgten Schülerinnen und Schüler jüngerer Jahrgänge für ein vielfältiges Verpflegungsangebot. Auch hier stand soziales Engagement und Nachhaltigkeit im Fokus: Der Erlös wird gespendet.





























































